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2006-05-04

Ich dachte anfangs würde es mir schwerer fallen. Das Leben zu leben welches mit gegeben wurde und welches ich zu lieben lernen hatte. Ich dachte es würde mir schwerer fallen den Schritt zurück ins Leben zu machen. Endlich aufzuhören zwischen hier und dort zu balancieren. Meinen Körper dazu zu benutzen mich zufrieden zu stellen auf eine Art die alles andere als zufriedenstellend ist. Letztendlich habe ich es soweit gebracht, dass ich mich selbst hässlicher als vorher fand. Ich hatte es geschafft. Irgendetwas von dem ich keine Ahnung hatte warum ich es tat. Es war wie ein Zwang und dieser Zwang wird wohlmöglich immer bleiben. Es wird nie wieder wie vorher. Gut so. Zweifel.
Ich bereue diesen Körper so vergewaltigt zu haben mit etwas dem er nicht gewachsen war. Ich bereue es nicht, weil ich bewiesen habe das ich etwas kann was andere nicht können. Das sie alle selbst schuld daran haben. Das sie es lange genug provozierten. Sie haben es nicht geschafft mich davon abzuhalten.
Schwachsinn hat irgendwie irgendwo doch einen kleinen Sinn auch wenn ich dafür viel geben musste.
Dieser Gedanke: „Ich werde es euch schon zeigen.“ Hat mich zu etwas gezwungen was mich mein Leben lang verfolgen wird wenn andere sich schon gar nicht mehr an diese schreckliche Zeit erinnern werden. Wenn für sie schon wieder alles okay ist, weil „das Kind ja wieder normal isst“. Nichts wird mehr normal sein. Ewig werden mich die Gedanken verfolgen, fett zu werden. Nicht mehr so „schön“ dünn zu sein wie vorher. Wieder in den Massen untergehen.
Ich war nie fett, auch wenn es eine Zeit gab in der ich es wirklich übertrieben habe aber ich war immerhin noch die schlankste aus der ganzen Klasse. Immer ...
Ich werde es vielleicht auch bleiben wenn ich mich anstränge. Die Zeit des Schlank seins war so ansträngend. Jeder Tag ein Kampf. Meine Kindheit habe ich praktisch damit verbracht jeden Tag für oder gegen irgendetwas zu kämpfen. Als ich die Chance hatte endlich ohne von außenwirkende emotionale Prügel durch Klassenkameraden leben zu lernen habe ich sie damit verbracht jemandem etwas zu beweisen in dem ich aufhörte jemand zu sein. Meine Identität fing mehr und mehr an zu der eines Nichts zu werden. Ich wollte verschwinden, einfach meine Ruhe haben, dem ganzen Druck und Zwang zu entfliehen und verlor mich damit nur noch mehr in Zwang und Druck.
Anstatt das Leben zu genießen habe ich zerstört was übrig geblieben oder zu anfangen begann.
Mein Leben besteht einzig daraus mir oder jemand anderem etwas zu beweisen. Ein Kreislauf aus Druck und Zwang dem man nicht entfliehen kann. Heute weiß ich dass das was ich tat einer der dümmsten Fehler war die ich tat. Ich würde es nicht noch einmal tun aber ob ich es rückgängig machen würde weiß ich nicht. Vielleicht hatte ich damals einfach Angst davor wieder verletzt zu werden, dass alles genauso schrecklich und schmerzhaft weitergehen würde wie es gerade erst beendet war. Vielleicht wollte ich mich deswegen emotional betäuben. Es hat funktioniert. Doch war der Preis es wirklich wert?
Heute, ich habe Menschen die mich lieben, auch wenn ich dies damals nie für möglich gehalten hätte, obwohl ich mir nichts sehnlicher wünschte. Ich habe die Freiheit mich zu entscheiden was ich tun oder lassen will, ich habe die Möglichkeit etwas aus mir zu machen und ich habe die Möglichkeit alles hinzuschmeißen ...
Die Entscheidung nach vorne zu schauen um dem zu begegnen was auf mich wartet weil ich weiß, dass es immer jemanden geben wird der mit mir gemeinsam dem entgegeblickt ist unkontrolliert schmerzhaft. Kontrolle.
Fehlende Kontrolle.
Viele derer die ich liebte haben mich verlassen. Mich alleine gelassen und mich mir selbst überlassen. Was mich wohl erst zu diesem Menschen gemacht hat der ich heute bin. Verantwortungsbewusst, Verantwortungslos, ehrgeizig, verletzlich, harmoniebedürftig, resigniert, erwartungsvoll ...
Von allem ein bisschen. Doch am meisten hat es mich wohl zu dem Mensch gemacht, der am liebsten alles unter Kontrolle hätte, dafür sorgen würde das alles den Weg geht den es gehen sollte und das nichts und niemand den Menschen die ich liebe im Weg steht.
Vielleicht hat es mich auf zu dem Biest gemacht, was ich sein kann. Sein kann wenn ich es will.
Sich selbst zu beschreiben ist wohl schwer. Besonders, wenn man nie wusste wer man eigentlich ist. Wohin man gehört. Schwerer jedoch macht mir das Beschreiben, weil ich zwei extrem ausgeprägte Seiten an mir kenne welche niemand außer mir kennt mich jedoch genauso ausmacht.
Es ist schwer zu akzeptieren dass die Dinge sind wie sie sind und man sie nicht wahllos verändern und kontrollieren kann.
Kontrolle ist vielleicht ein zu hartes und falschdefiniertes Wort. Kontrolle ist nicht das was ich will.
Sicherheit?
Gewissheit?
20.5.06 19:10


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2006-05-07

Gestern wünschte ich mir nichts mehr als noch einmal klein zu sein. Unschuldig zu sein um auf den Schoss klettern zu dürfen nach dem es mir beliebt. Nicht da zu stehen. Alleine in der Hoffnung es wird da jemanden geben der mich nimmt wie ich bin. Irgendwann. Niemals. Ich wünschte ich wäre noch einmal klein. Bevor alles passierte. Bevor ich mich entschloss groß zu sein. Nie genießen konnte klein zu sein. Nie erleben konnte klein zu sein. Ich erinnere mich nicht einmal daran. Wie es WAR. An die Kinder im Kindergarten, wie es roch als ich nach Hause kam. Womit ich mihc nachmittags beschäftigte. Was ich gern hatte, wovon ich träumte, was ich werden wollte – zu was ich werden wollte. Immer zu beschäftigt groß zu sein. Nicht klein zu wirken. Nie daran gedacht, dass ich es je bereuen würde. Bereuen? Nie gedacht daran, dass ich es vermissen würde. Wie sehr wünsche ich mir noch mal ein so kleiness unschuldiges Geschöpf zusein was man einfach nur gern haben kann. Was sich keine Sorgen um die Umwelt machen sollte. Einfach spielen. Spielen. Spielen. Spielen. Und wenn genug gespielt dann einfach auf den Schoss der beliebt klettern und gehalten werden. Einfach Kraft und Wärme spüren. Kraft tanken um spielen zu können. Alle Sorgen der Welt in Armen, die einen umschlingen vergessen. An nichts denken. Im Hier und Jetzt. Nie wieder wird diese Chance kommen. Nie wieder werde ich sie so gut ergreifen können wie damals. Nie wieder werde ich sie so wenig ergreifen können wie damals.
20.5.06 19:11


Perfektion

Nichts fühlt sich schöner an als Perfektion und nichts ist schmerzvoller als der Weg und das Ziel der Perfektion. Denn letztendlich ist niemand vollkommen fähig wirklich perfekt zu sein...
Schade. Ich habe es lange genug versucht und bin oft an kleinen Dingen geschweitert. Nichts in meinem LEBEN ist annähernd perfekt. Es dafür aufgeben ist es nicht mal wert. Es gibt ja nicht einmal den perfekten Tod.
Wozu auch? Warum sollte ich all denen die mich Tag für Tag für das verurteilen was ich tue, sage, verlange oder in mich hineinfresse.
Ich habe es so satt mich damit auseinander setzen zu müssen. Alles habe ich einfach nur total satt. Was ist so toll an der Perfektion fragt sie. Schau mich an, antwortet die andere.

Ich fühle mich zwiegespalten. Alles scheint als würde es niemals ein Ende finden. Als wäre ich mein Leben lang verdammt dazu nach Perfektion zu streben von der ein Teil von mir weiß, dass ich sie niemals erreichen kann und der andere will, dass ich nur hart genug dafür arbeite sie auch nur ansatzweise zu erreichen.

Ich werde dieses Ziel nie erreichen können und doch will ich nichts mehr. Nennt man soetwas schizophren? Ich weiß nicht so genau.

Manchmal habe ich Angst sie herauszu lassen. Ihr den Vortritt zu gewähren um die Macht über mich zu übernehmen. Um mir zu sagen was ich zu tun habe obwohl ich weiß das es mich nur noch tiefer in all das ziehen wird, von dem ich schon lange genug habe ...
Sie wird mir niemals zuhören. Mich niemals zu Wort kommen lassen um ihr zu sagen wie sehr ich sie hasse und wie satt ich sie habe. Ich werde ihr niemals entkommen. Sie sitzt in meinem Kopf, macht sich breit in meinem Herzen und wird nie aufgeben. Wird so lange durchhalten bin ich aufgebe. . .

20.5.06 21:55


Welt steht Kopf

Ich weiß nicht wie mir geschieht. Plötzlich steht alles Still.
Plötzlich steht alls Kopf.
Was geschieht hier?
26.5.06 12:06


Just wanna die ...

Ich kann nicht mehr. Warum? Alles auf einmal. Niemand da der mich hält, niemand da der mich versteht...
Wozu? Das alles? Warum beiß ich mich durch obwohl ich nicht weiß wofür? Keine Perspektive. Keine Träume. Kein Ziel.
Alles sinnlos und doch muss ich jeden Tag aufs neue der blanken Panik ins Gesicht blicken und stark bleiben. Verdrängen, was mich dazu bringen könnte zusammenzubrechen. Wie soll ich vergessen, was passierte, wenn es Tage gibt wie dieser. Niemals werd ich vergessen können was passierte. Kann man das überhaupt unter welchen Umständen auch immer?
Wie kann die Seele eines kleinen weinenen Kindes soetwas vergessen?

Ich dachte es funktioniert. Tage wie dieser zeigen wie sehr das Kind noch in mir steckt, was die Hände vor die Augen schlägt, und denkt alles wäre vorbei. Nichts sehen heißt nicht das alles verschwunden ist...
Wie lange werde ich brauchen um das zu verstehen? Wie lange wird sie brauchen um es zu verstehen. Wie viele Tage muss ich noch ertragen um zu begreifen, dass nichts normal sein wird. Niewieder seit damals.

Sie ermahnt mich leise doch eindringlich endlich das Jammern aufzuhören. Nicht drüber nach zu denken. Diese hässlichen Tränen aus dem Gesicht zu wischen und dem Leben die Zähne zu zeigen. Mich durchzusetzen ohne Rücksicht auf Verluste. Endlich zu tun was mich weiter bringt. Mich nicht unterkriegen zu lassen und zu vergessen was geschah. Warum kann ich nicht auf zu hören?

Warum bin ich unfähig zu handeln, wie sie will?
28.5.06 21:46





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